Lesen stärkt die Seele

Lesen stärkt die Seele

Gymnasium Zwiesel ehrt seine Klassenbesten

Die Schulfamilie des Gymnasiums Zwiesel freut sich auch am Ende des Schuljahres 2025/26 wiederum über eine ganze-Reihe von Schülerinnen und Schülern, die sich mit wirklich herausragenden Leistungen in allen Fächern hervorgetan und somit ihre Begabungen, ihre Einsatzbereitschaft, Kreativität und ihr Durchhaltevermögen unter Beweis gestellt haben.

Die unermüdlichsten Lerner und versiertesten Denker des jeweiligen Schuljahres werden nach bewährter Schultradition mit einer kleinen Anerkennung gewürdigt. So durften sich die Klassenbesten – darunter auch Gesamtschnitte von 1,0 – als Belohnung für ihren Einsatz und Lerneifer ein Lieblingsbuch für die Ferien aussuchen, wobei auch in diesem Jahr die Wunschliste bunt gefüllt war: Von „Einem Sommer in Sommerby“ bis „Young Sherlock Holmes“, von interessanten Sachbüchern zu reißenden Thrillern wie „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek, von anspruchsvollen Romanen und Klassikern wie Thomas Manns „Buddenbrooks“ oder Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ hin zu aktuellen preisgekrönten Jugendbüchern wie „Fangirl“– zum Teil auch im englischen Original!

Ein herzlicher Dank der Schulfamilie geht dabei, wie jedes Jahr, an den Verein der „Freunde des Gymnasiums Zwiesel“, der alljährlich diese mehr als verdiente Anerkennung für die Schülerinnen und Schüler finanziert und so eine Ferien-Freude mit nachhaltiger Wirkung bereitet, ganz im Sinne von Walt Disney: „Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel… und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen.“

(Martina Kuchler)

Sonne, Sand und spannende Duelle

Sonne, Sand und spannende Duelle

Das Gymnasium Zwiesel feiert seine große Beachparty

Hitzefrei einmal anders: Zum Abschluss des Schuljahres tauschten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Zwiesel ihre Klassenzimmer gegen Liegewiese, Schwimmbecken und Beachsportplätze. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen veranstaltete die SMV im Zwieseler Erlebnisbad die jährliche Beachparty für die gesamte Schulfamilie. Schnell zeigte sich: Für gute Stimmung braucht es weder Tafel noch Schulbuch – dafür aber Wasser, Musik und ein bisschen Sand.

Abkühlung im herrlichen Nass

Schon kurz nach Beginn der Veranstaltung verwandelte sich der Außenbereich des ZEB in eine große sommerliche Partyzone. Während sich einige Schülerinnen und Schüler direkt ins kühle Nass stürzten, suchten andere zunächst einen schattigen Platz auf der Liegewiese. Bei den Temperaturen war beides nachvollziehbar. Spätestens nach wenigen Minuten beim Fußball im Sand führte allerdings vor allem bei den Jüngeren kein Weg mehr am Schwimmbecken vorbei.

Sommerhits und Würstlgrill 

Für den passenden Sound sorgte die Tontechnik der Schule. Mit sommerlicher Musik und bekannten Hits, die auf dem gesamten Gelände zu hören waren, lieferten sie den perfekten Soundtrack für einen Tag, an dem für einige Stunden niemand an Zeugnisse, Noten oder den Wecker am nächsten Morgen denken musste. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Am Grill wurden Würstlsemmeln zubereitet, während an der Cocktailbar farbenfrohe alkoholfreie Cocktails gemixt wurden.

Sportliche Highlights bei Beachsoccer und Volleyball

Sportlich wurde es bei den beiden großen Turnieren. Die Klassen 5 bis 8 traten im Beachsoccer gegeneinander an. Auf dem ungewohnten Untergrund entwickelten selbst einfache Pässe plötzlich ein überraschendes Eigenleben. Trotzdem wurde um jeden Treffer gekämpft, lautstark angefeuert und gemeinsam gejubelt. Die Klassen 9 bis 11 bewiesen ihr Können beim Beachvolleyball. Die Mannschaften lieferten sich spannende Begegnungen, bei denen nicht nur sportliches Können, sondern auch gute Nerven entscheidend waren. Den Höhepunkt des Tages bildete schließlich das Beachvolleyballspiel der Lehrkräfte gegen die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen. Nun wollten es beide Seiten noch einmal wissen. Die Elftklässler setzten auf Schnelligkeit und ein eingespieltes Team, während die Lehrkräfte mit Erfahrung, taktischem Geschick und überraschend großem Ehrgeiz dagegenhielten.

Gelungener Abschluss des Schuljahres

Neben den sportlichen Wettkämpfen blieb genügend Zeit zum Baden, Entspannen und gemeinsamen Feiern. Gerade diese Mischung machte die Beachparty zu einem gelungenen Abschluss des Schuljahres und das Freibad für einen Tag zum vielleicht beliebtesten „Klassenzimmer“ der Schule.

Ein großer Dank gilt der SMV mit ihren Schülersprechern Maximilian Huber (11a) und Jonas Friedl (11c) betreut von Bettina Graf (StRin), der Tontechnik, unseren Hausmeister Christian Wenig, allen Helferinnen und Helfern am Grill und an der Cocktailbar sowie dem Team des ZEB für die tolle Location. Ohne ihren Einsatz wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen.

(SMV)

Vielseitig, bunt und kreativ

Vielseitig, bunt und kreativ

Abwechslungsreiche Projekttage am Gymnasium

Jugendliche auf sportlichem Parcours, veganes Backen in der Schulküche und spannende Schafkopf- oder Schachturniere in den Klassenzimmern?! Ja, all das und noch viel mehr konnte man bestaunen bei den zwei Projekttagen am Gymnasium Zwiesel, bei denen die Schülerinnen und Schüler all ihre Alltagskompetenzen mit Spaß und Gruppenmotivation austesten konnten.

Freie Wahl nach eigenen Vorlieben

Mit einem mittlerweile ausgefeilten Konzept starteten die Projekttage in diesem Schuljahr: Jede Lehrkraft oder auch ausgewählte Schülergruppen boten einen ganz speziellen Workshop an und die Schülerinnen und Schüler hatten die Qual der Wahl bei ihrer Abstimmung über das Portal Mebis: Dort konnten sie Erst, Zweit- und Drittwahl angeben und landeten so zum überwiegenden Teil in ihren Wunschgruppen.

Abenteuer, Entspannung, Kreatives

Und es war wirklich für jeden das Passende geboten: Während die Abenteuerfans sich beim Parcours oder Rettungsschwimmen verausgabten, bei American Football, Inlinern, „let`s dance“ oder Volleyballturnieren schwitzten, chillten die Entspannungsbegeisterten bei „Read and Chill“ oder Gesellschaftsspielen, reisten ins Mittelalter oder „fairänderten“ die Welt bei der Entdeckung ökologischer Lebensmittel und Waren. Die Kreativen bazelten Figuren aus Ton für die Schulhausgestaltung, fertigten wunderschöne Perlen- oder Freundschaftsarmbänder, konstruierten ein Mausefallenauto oder ein Insektenhotel, belegten eine Ausbildung zum Streitschlichter, tauchten ein in die Welt des Programmierens, mühten sich bei Escape-Spielen oder der Erstellung von Lernpodcasts, machten erste Schritte in Unternehmensgründungen oder kreierten witzige und informative Image-Filme für die Schule.

Schüler unterrichten Schüler

Ganz besonders hervorzuheben sind dabei eine Reihe von Schülerworkshops: Jugendliche mit besonderen Hobbies und Softskills boten eigenständig kreative Gruppen zur Wahl an. Da konnte man erste Schritte als Rettungsschwimmer üben: Die Jugendlichen lernten, sich mithilfe spezieller Befreiungstechniken aus einem Würgegriff zu lösen, übten Rettungseinsätze mit dem Schwimmreifen und stellten bei verschiedenen Tauchübungen ihr Können unter Beweis.

Daneben wurden in der Schulküche leckerste Rezepte für veganes Backen umgesetzt und im Kunstsaal konnte man in ganz eigener, kreativer Gestaltung Leinwände bemalen.

Wechsel zwischen Pflicht und Kür

Verschiedene Klassenstufen belegten in diesen Tagen auch ein festes Projekt, das thematisch zu den Ausbildungsrichtungen der jeweiligen Teilnehmer passte: Die 9. Klassen konnten ein Erste-Hilfe-Kurs-Zertifikat mit Profis vom Roten Kreuz und dem „hauseigenen“ Ausbilder OStR Thomas Kufner erwerben, die 8. Klassen erlebten einen Ökologietag im Nationalpark, die 6. Klassen eine Gewässerexkursion, die 5. Klassen erkundeten den Wirtschaftswald am Arber um Steinhütte.

In- und Outdoor

Viele weitere Projekte wie etwa die Neugestaltung der Bibliothek, ein Rama-Dama zur „Generalreinigung“ des Schulhauses, eine Exkursion ins Frauenauer Glasmuseum mit kreativem Glasworkshop und zu den Miniaturwelten im Grenzbahnhof sowie zum Krafttraining ins Fitnessstudio rundeten diese etwas anderen Schultage ab.

So bot sich für alle Schülerinnen und Schüler wie auch für die Lehrkräfte ein gelungener Endspurt in die letzte Schulwoche mit vielen schönen Gruppenerlebnissen und lehrreichen wie kreativen Auszeiten!

(Martina Kuchler)

Sport und Gemeinschaft im Mittelpunkt

Sport und Gemeinschaft im Mittelpunkt

Spendenlauf und Mini-WM des Gymnasiums Zwiesel

Am vergangenen Freitag standen der Stadtpark Zwiesel und das Jahnstadion ganz im Zeichen der gemeinsamen Bewegung und des internationalen Fußballs: Das Gymnasium Zwiesel veranstaltete einen kreativen Spendenlauf und eine Mini-WM, bei der die Schülerinnen und Schüler in spannenden Spielen um den begehrten Weltmeistertitel kämpften.

Mit den Beinen in der Hand

Beim Spendenlauf nahmen die Schülerinnen und Schüler die Beine in die Hand, um das generalsanierte Schulhaus an der einen oder anderen Ecke noch gemütlicher und wohnlicher werden zu lassen. Um die Schülerbibliothek schülergerecht einzurichten, Sport- und Spielgeräte für die Pause zu finanzieren und verschiedene Sonnenschutzsysteme oder gemütliche Sitzgelegenheiten  anschaffen zu können, organisierte die Fachschaft Sport einen Spendenlauf unter dem Motto „Starke Beine, starke Gemeinschaft. Mit jedem Schritt etwas Gutes tun!“

Mit einem Teilnahmepass machten sie Schülerinnen und Schüler vorab auf die Suche nach Sponsoren, die ihnen eine Spende zusagten (z.B. 1 oder 2 Euro pro Runde). Im Stadtpark waren dann in 30 Minuten auf der 550 Meter langen Strecke möglichst viele Runden zu laufen, wobei vor allem die Unterstufe alles gab!

Mini-WM als beste Fußball-Unterhaltung

Parallel dazu ermittelten zeitversetzt die 7. und 8. Klassen, anschließend die 5. und 6. Klassen ihren Fußball-Weltmeister. Jede Klasse stellte eine Mannschaft und vertrat ein selbst gewähltes Land. Besonders beliebt waren traditionsreiche Fußballnationen wie Argentinien oder Frankreich, doch auch vermeintliche Außenseiter wie Kap Verde oder Marokko fanden schnell begeisterte Anhänger.

Vor allem bei den 5. und 6. Klassen boten die Begegnungen beste Fußballunterhaltung: Norwegen traf auf Brasilien, Marokko auf Frankreich. Beide Halbfinals waren an Spannung kaum zu überbieten und mussten erst im Elfmeterschießen entschieden werden. Im Finale bewiesen schließlich die „Wikinger“ der Klasse 5a, die als Norwegen antraten, starke Nerven und sicherten sich verdient den Titel der Mini-Weltmeister.

Nicht weniger dramatisch verlief das Turnier der 7. und 8. Klassen. Im Finale setzte sich Kolumbien, vertreten durch die Klasse 7a, nach einem packenden Elfmeterschießen gegen Israel (Klasse 8b) durch und durfte sich über den Weltmeistertitel freuen.

Gemeinsam, fair, verbunden

Ein solches Sportereignis wäre ohne zahlreiche engagierte Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen. Ein herzlicher Dank gilt den Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe, die als Schiedsrichter und Mannschaftsbetreuer im Einsatz waren. Ebenso trugen das Technik-Team mit der Betreuung der Musikanlage, das Schulsanitäts-Team mit der medizinischen Versorgung sowie der Bauhof, das Bauamt und der Hausmeister mit den hervorragend vorbereiteten Platzverhältnissen maßgeblich zum Gelingen des Turniers bei. Nicht zuletzt sorgten die vielen Spielerinnen, Spieler sowie die begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihrem fairen Einsatz und lautstarken Anfeuern für eine großartige Atmosphäre.

 Mini-WM und Spendenlauf waren ein voller Erfolg und zeigten eindrucksvoll, wie Sport Gemeinschaft schafft, Fairness fördert und Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen miteinander verbindet.

(Markus Draxler)

Mit dem Mountainbike durch die Dolomiten

Mit dem Mountainbike durch die Dolomiten

Transalpfahrt des P-Seminars Sport am Gymnasium Zwiesel

Nach einer kurzen Pause im letzten Schuljahr fanden sich dieses Jahr wieder elf Kandidaten zur Transalpfahrt des P-Seminars Sport, zum ersten Mal leider ausschließlich männliche Schüler, zusammen, um mit dem Mountainbike die Alpen zu überqueren.

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung, bei der sowohl der Bustransfer, die schwierige Quartiersuche, das Finden von Sponsoren und vor allem das Training der persönlichen Kondition auf dem Plan standen, machte sich die Gruppe unter der Begleitung des erfahrenen Lehrerteams Kerstin Bredl und Franz Kuchler am 17.Juli  um vier Uhr in der Früh auf zum Startpunkt Mayrhofen im Zillertal.

Beginn mit schweißtreibender Königsetappe

Gleich die erste Etappe über das Hundskehljoch war mit 2000 Höhenmetern, von denen das Rad 600 Höhenmeter bergauf und 300 Höhenmeter bergab geschoben und getragen werden musste, die Königsetappe der Tour. Aussage auch der gut trainierten Schüler: „So etwas Anstrengendes hab` ich in meinem ganzen Leben noch nicht gemacht.“ Im Ahrntal angekommen erwartete die Gruppe noch ein heftiger Regenschauer, sodass man wie aus dem Wasser gezogen das Quartier in Luttach erreichte.

Im Herz der Dolomiten

Die zweite Etappe, eine Art Transferetappe, führte die Gruppe über St. Vigil und den Col Ancona nach Badia ins Gadertal, das Herz der Dolomiten. Der folgende Tag über die Armentarawiesen unter dem Heiligkreuzkofel entlang nach St. Kassian, dann hoch zur Pralongahochebene, und wieder runter nach Arabba war ein erster beeindruckender Höhepunkt in den Dolomiten. Von hier aus kämpfte sich die Gruppe am nächsten Tag fahrend und schiebend hoch zur Porta Vescovo, wo jeder von dem umwerfenden Panorama der Dolomitenriesen, vor allem von der Marmolada, die zum Greifen nah war, begeistert war.

Auf dem Panoramaweg nach Vigo

Es folgte ein Panoramaweg sonders gleichen. Leider musste sich die Radlergruppe den wohl schönsten Höhenweg in den Dolomiten, den sogenannten Bündelweg, mit hunderten von Wanderern teilen, sodass nur kurze Stücke gefahren werden konnten, obwohl das meiste durchaus fahrbar gewesen wäre. Ziel dieser Etappe war Vigo im Fassatal.

Letzte Kraftreserven auf der Schlussetappe

Der fünfte Tag sollte eigentlich über den Passo Luisa nach Predazzo und dann hoch zum Reiterjoch führen. Leider musste der erste Anstieg wegen des wechselhaften Wetters ausgelassen werden. Auf der Schlussetappe galt es, noch einmal die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, denn die Auffahrt bzw. der Aufstieg auf den Zangen mit Steigungen bis zu 45 Prozent hatte es in sich. Die Abfahrt vom Zangen gestaltete sich noch schwieriger, da die Räder die ersten 200 Höhenmeter in steilem, felsigem Gelände getragen werden mussten.

Nach dieser schwierigen Passage erreichte man das Lavazejoch und schließlich das Jochgrimm, von wo aus eine 2000 Höhenmeter lange Abfahrt hinunter zum Kalterersee die Gruppe für die Strapazen entschädigte. Nach einem genüsslichen Bad im warmen Kalterersee und einer wohlverdienten Mahlzeit im Seerestaurant trat die Gruppe müde, aber stolz auf das Geleistete, die Heimreise mit einem Bus der Firma Lambürger an, der die Gruppe auch zum Ausgangspunkt gebracht hatte.

(Franz Kuchler)

Architektur hautnah

Architektur hautnah

Gymnasiasten erleben Baukultur zwischen Wasserkraft und Denkmalpflege

Ein halbes Jahr lang setzte sich der Kunstkurs der 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Zwiesel intensiv mit dem Thema Architektur auseinander. Neben der Analyse bedeutender Bauwerke und architektonischer Strömungen stand dabei insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Architektur auf gesellschaftliche, technische und ökologische Herausforderungen reagiert. Zum Abschluss des Schuljahres boten zwei Baustellenbegehungen mit Kunstlehrerin Usija Wallner die Gelegenheit, Architektur unmittelbar vor Ort zu erleben und theoretische Unterrichtsinhalte mit der Baupraxis zu verbinden.

Architektur, Ingenieurwesen und Umweltplanung

Den Auftakt bildete die Besichtigung des im Stadtpark Zwiesel entstehenden Elektrizitätswerks Zwiesel. Dipl.-Ing. Christoph Pfeffer vom Ingenieurbüro Pfeffer führte den Kunstkurs fachkundig durch die Baustelle und erläuterte anschaulich die planerischen und technischen Zusammenhänge des Projekts. Dabei wurde deutlich, dass Architektur weit über das klassische Verständnis von Gebäuden hinausgeht. Die Gestaltung der Flussläufe, die Einbindung der wasserbaulichen Maßnahmen in den Landschaftsraum, die massive Betonkonstruktion der Turbinenanlage sowie das schmuckhaft gestaltete Kraftwerksgebäude bilden gemeinsam ein komplexes architektonisches Gesamtsystem. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei nicht nur Einblicke in nachhaltige Energiegewinnung, sondern auch in die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architektur, Ingenieurwesen und Umweltplanung. Besonders bereichernd war der praxisnahe Einblick in das Berufsfeld des Umweltingenieurs.

Denkmalgerechte Sanierung des Gistl-Saales

Eine Woche später führte eine weitere Exkursion den Kunstkurs zur denkmalgeschützten Baustelle des Gistl-Saals in Frauenau. Dipl.-Ing. Esther Hofmann-Strahl vom Architekturbüro PPP Planungsgruppe GmbH Freyung stellte den Schülerinnen und Schülern die Gesamtanlage des ehemaligen Glashüttenbesitzers Isidor Gistl vor und erläuterte die besonderen Herausforderungen einer denkmalgerechten Sanierung. Ausgehend von der historischen Bausubstanz erklärte sie die planerischen Entscheidungen und restauratorischen Maßnahmen, die für den Erhalt des Gebäudes notwendig sind. Eindrucksvoll war insbesondere der Blick auf originale Strohmatten in den Decken- und Wandbereichen, die derzeit von spezialisierten Kirchenrestauratoren sorgfältig instandgesetzt werden. Im noch unverkleideten Rohbau konnten die Schülerinnen und Schüler die feinen Proportionen und die konstruktive Klarheit des historischen Saales unmittelbar wahrnehmen. Trotz des Baustellenzustands war die hohe gestalterische Qualität des Raumes bereits deutlich spürbar.

Für die Schülerinnen und Schüler bilden solche außerschulischen Lernorte einen wertvollen Beitrag zur ästhetischen Bildung und fördern zugleich das Verständnis für Baukultur, Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer gebauten Umwelt.

(Usija Wallner)

Heimat im Waldmuseum

Heimat im Waldmuseum

P-Seminar des Gymnasiums gestaltet Ausstellungsvitrinen

Das P-Seminar Geschichte des Gymnasiums Zwiesel hat am Donnerstag drei selbst gestaltete Vitrinen zum Thema „Heimat“ im Waldmuseum vorgestellt. Diese werden die nächsten Wochen im ersten Stock des Museums zu sehen sein. Zusammen mit dem Leiter des P-Seminars, Herrn Gegenfurtner, und der Leiterin des Waldmuseums, Frau Falkenstein, haben sich die 12 Schüler und eine Schülerin in den vergangenen Monaten mit Museumspädagogik und Ausstellungskonzepten auseinandergesetzt.

Inspirationen gewinnen

Ein Besuch im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg brachte neue Ideen bei der Umsetzung der eigenen Vorstellungen in die Gruppe. Unter der fachkundigen Begleitung von Frau Falkenstein konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des P-Seminars im Depot des Waldmuseums auf eigene Faust erkunden, welche Themen sich für eine kleine Ausstellung eignen würden. Dabei kristallisierte sich der Wunsch heraus, das Thema „Heimat“ etwas näher zu beleuchten.

Heimat beleuchten

So sammelte man gemeinsam Objekte, teils auch aus dem privaten Umfeld, um diesen Themenkomplex mit passenden Exponaten darzustellen. Zur Freude des Seminars nahm sich auch Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger Zeit, die Ausstellung offiziell zu eröffnen, von Seiten des Gymnasiums war StDin Martina Kuchler als stellvertretende Schulleitung vor Ort. Beide verliehen ihrer Freude darüber Ausdruck, dass junge Menschen unserer Region sich mit dem Begriff „Heimat“ auseinandersetzen und eine fruchtbare Kooperation zwischen Schule und Museum Früchte trägt.

(Florian Gegenfurtner)

Richterin Tamara Ellmann zu Gast am GZ

Richterin Tamara Ellmann zu Gast am GZ

Präventionsarbeit und Einblicke in die Strafjustiz

In den vergangenen zwei Tagen durfte das Gymnasium Zwiesel eine besondere Expertin begrüßen: Richterin Ellmann vom Amtsgericht Viechtach besuchte mehrere Klassen und gewährte den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in ihre Arbeit als frühere Staatsanwältin in Regensburg und Richterin am Amtsgericht in Viechtach.

Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien

Im Mittelpunkt für die vier 7. Klassen stand das Präventionsprojekt „Mach dein Handy nicht zur Waffe“ des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz. Dabei wurde den Jugendlichen anschaulich vermittelt, welche rechtlichen und persönlichen Folgen etwa das Verbreiten von beleidigenden, verletzenden oder strafbaren Inhalten über Smartphones und soziale Netzwerke haben kann. Themen wie Cybermobbing, das Weiterleiten von Bildern sowie die Verantwortung im digitalen Raum wurden altersgerecht und praxisnah besprochen. Durch zahlreiche Beispiele aus dem Alltag gelang es Frau Ellmann, die Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren.

Authentische Einblicke in das Strafrecht

Die Klasse 10b profitierte besonders vom Besuch der Richterin. In einer Doppelstunde wurde intensiv erläutert wie die Strafzumessung in der Praxis erfolgt. Dabei wurde auch eine Verhandlung thematisiert, die einige Schülerinnen und Schüler in den Osterferien besucht hatten.

Richterin Tamara Ellmann erläuterte, welche Faktoren sie bei der Festlegung eines Strafmaßes berücksichtigt – etwa Tatmotiv, Vorstrafen, Alter, Reue oder die persönlichen Lebensumstände eines Angeklagten. Dabei griff sie auf ihren umfangreichen Erfahrungsschatz aus ihrer früheren Tätigkeit als Staatsanwältin sowie ihrer heutigen Arbeit als Richterin zurück und konnte den Schülerinnen und Schülern zahlreiche authentische Einblicke in reale Gerichtsverfahren geben. Die Klasse erlebte somit, wie die im Unterricht vermittelte Theorie in der Praxis Anwendung findet. Interessierten Schülern hat Frau Ellmann angeboten, dass sie in den Sommerferien gerne wieder eine Verhandlung besuchen können.

Prävention und Rechtsbildung

Der Besuch bot den Jugendlichen nicht nur interessante Informationen über das Projekt „Mach dein Handy nicht zur Waffe“ und das deutsche Rechtssystem, sondern auch die Gelegenheit, Fragen direkt an eine Expertin zu richten. Der Besuch stellte damit eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht dar und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Präventionsarbeit und Rechtsbildung an Schulen sind.

(Stefan Ziegler)

Neuauflage des Schafkopfturnieres am GZ

Neuauflage des Schafkopfturnieres am GZ

SMV setzt neue Tradition erfolgreich fort – 40 Teilnehmer kämpfen um den Turniersieg

 Solo, Wenz und Schneider: Bereits zum dritten Mal veranstaltete die SMV des Gymnasiums Zwiesel am 09.07. ein Schafkopfturnier in der Aula der Schule. Neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern nahmen auch viele ehemalige Schüler sowie weitere Schafkopfbegeisterte aus der Region teil. Insgesamt gingen 40 Kartler an den Start. Zudem verfolgten ein paar Zuschauer das Turniergeschehen.

Mit der Veranstaltung möchte die SMV nicht nur das bayerische Kulturgut Schafkopf pflegen, sondern auch die vor drei Jahren eingeführte Tradition am Gymnasium Zwiesel fortführen. Besonders erfreulich war dabei, dass sich Spieler aller Altersgruppen zusammenfanden – von Schülern der Unterstufe bis hin zu ehemaligen Absolventen. So bot das Turnier erneut die Gelegenheit, generationsübergreifend gemeinsam dem Schafkopfsport nachzugehen.

Spannendes Spiel über zwei Runden

Gespielt wurden zwei Spielrunden mit jeweils 32 Partien. Während die Teilnehmer an den Tischen um jeden Punkt kämpften, sorgte die Q12 für die Verpflegung mit Getränken sowie Leberkäse- und Wurstsemmeln. Organisiert wurde das Turnier von der dritten Schülersprecherin Eva Schleicher (Q12), die sich über die erneut große Teilnahme freute.

Sieger aus der Q 12

Nach der Auswertung aller Ergebnisse standen schließlich die Sieger fest. Den Turniersieg sicherte sich Korbinian König (Q12) mit starken 85 Punkten. Den zweiten Platz belegte Moritz Müller (Q12) mit 61 Punkten. Für ihn war das Ergebnis eine besondere Überraschung, nachdem er beim letztjährigen Turnier noch den letzten Platz belegt hatte. Rang drei ging an Dieter Herzog mit 59 Punkten.

Neben den Geldpreisen in Höhe von 125 Euro für den Sieger, 95 Euro für den Zweitplatzierten und 65 Euro für Platz drei wurde auch in diesem Jahr wieder der traditionelle Trostpreis vergeben: Der erste Schülersprecher Jonas Friedl (11c) erhielt als Letztplatzierter mit -14 Punkten eine Schwarzwurst.

Tradition und Brauchtumspflege

Die SMV war mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden. Die große Teilnehmerzahl und die positive Stimmung machten deutlich, dass sich das Schafkopfturnier inzwischen zu einer festen Tradition am Gymnasium Zwiesel entwickelt hat und auch über die Schulfamilie hinaus auf großes Interesse stößt.

(Eva Schleicher)

Bilder für den öffentlichen Raum

Bilder für den öffentlichen Raum

Gymnasiasten gestalten Graffiti im Stadtpark Zwiesel mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf

Trotz brütender Sommerhitze ließen sich fünf Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c des Gymnasiums Zwiesel ihre Kreativität nicht nehmen: Während an der Schule bereits hitzefrei galt, trafen sie sich am Nachmittag, um gemeinsam mit dem Graffitikünstler Michael Gustav ein besonderes Kunstprojekt zu verwirklichen.

Skizzen für Pegelhäuschen am Stadtpark

Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf war auf die Jugendlichen zugekommen und hatte sie gefragt, ob sie Interesse hätten, an der Gestaltung eines Pegelhäuschens im Stadtpark Zwiesel mitzuwirken. Die Resonanz war groß, und so machten sich die Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung an die Arbeit.

Bereits im Kunstunterricht hatten sie unter der Leitung ihrer Lehrerin OStRin Wallner eigene Skizzen entwickelt. Aus diesen Ideen erarbeitete der Künstler, der eigens für das Projekt angereist war, einen gemeinsamen Entwurf. Als künstlerische Inspiration diente die berühmte „Große Welle vor Kanagawa“ des japanischen Künstlers Hokusai, ein Farbholzschnitt aus dem 19. Jahrhundert.

Eindrucksvolle Wasserlandschaft

Gemeinsam setzten die Jugendlichen, unterstützt von dem Künstler und ihrer Kunstlehrerin, das Motiv auf dem Pegelhäuschen um. Anna Heller, Sebastian Silberbauer, Johannes Lauber, Valentin Lohmann und Magdalena Weiderer zeigten malerisches Können im Umgang mit Farbe. Das Wasserwirtschaftsamt sorgte dabei dankenswerterweise für die nötige Erfrischung und stellte kühle Getränke, Sonnencreme und Kopfbedeckungen bereit.

Mit zahlreichen unterschiedlichen Blautönen entstand eine eindrucksvolle Wasserlandschaft, die den Schülerinnen und Schülern einen besonders malerischen Zugang zur Graffitikunst eröffnete. Auch der benachbarte Fluss diente als Inspiration für die Gestaltung der Wasseroberfläche und verlieh dem Kunstwerk einen regionalen Bezug.

Schmuckes Kunstwerk für den öffentlichen Raum

Trotz der hohen Temperaturen arbeiteten die Jugendlichen mit großem Engagement und Ausdauer. Ihr Einsatz wurde schließlich mit einem sichtbaren Ergebnis belohnt, das den öffentlichen Raum bereichert und zeigt, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Schule, Künstlern und regionalen Institutionen sein kann.

(Usija Wallner)

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