Architektur hautnah

Architektur hautnah

Gymnasiasten erleben Baukultur zwischen Wasserkraft und Denkmalpflege

Ein halbes Jahr lang setzte sich der Kunstkurs der 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Zwiesel intensiv mit dem Thema Architektur auseinander. Neben der Analyse bedeutender Bauwerke und architektonischer Strömungen stand dabei insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Architektur auf gesellschaftliche, technische und ökologische Herausforderungen reagiert. Zum Abschluss des Schuljahres boten zwei Baustellenbegehungen mit Kunstlehrerin Usija Wallner die Gelegenheit, Architektur unmittelbar vor Ort zu erleben und theoretische Unterrichtsinhalte mit der Baupraxis zu verbinden.

Architektur, Ingenieurwesen und Umweltplanung

Den Auftakt bildete die Besichtigung des im Stadtpark Zwiesel entstehenden Elektrizitätswerks Zwiesel. Dipl.-Ing. Christoph Pfeffer vom Ingenieurbüro Pfeffer führte den Kunstkurs fachkundig durch die Baustelle und erläuterte anschaulich die planerischen und technischen Zusammenhänge des Projekts. Dabei wurde deutlich, dass Architektur weit über das klassische Verständnis von Gebäuden hinausgeht. Die Gestaltung der Flussläufe, die Einbindung der wasserbaulichen Maßnahmen in den Landschaftsraum, die massive Betonkonstruktion der Turbinenanlage sowie das schmuckhaft gestaltete Kraftwerksgebäude bilden gemeinsam ein komplexes architektonisches Gesamtsystem. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei nicht nur Einblicke in nachhaltige Energiegewinnung, sondern auch in die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architektur, Ingenieurwesen und Umweltplanung. Besonders bereichernd war der praxisnahe Einblick in das Berufsfeld des Umweltingenieurs.

Denkmalgerechte Sanierung des Gistl-Saales

Eine Woche später führte eine weitere Exkursion den Kunstkurs zur denkmalgeschützten Baustelle des Gistl-Saals in Frauenau. Dipl.-Ing. Esther Hofmann-Strahl vom Architekturbüro PPP Planungsgruppe GmbH Freyung stellte den Schülerinnen und Schülern die Gesamtanlage des ehemaligen Glashüttenbesitzers Isidor Gistl vor und erläuterte die besonderen Herausforderungen einer denkmalgerechten Sanierung. Ausgehend von der historischen Bausubstanz erklärte sie die planerischen Entscheidungen und restauratorischen Maßnahmen, die für den Erhalt des Gebäudes notwendig sind. Eindrucksvoll war insbesondere der Blick auf originale Strohmatten in den Decken- und Wandbereichen, die derzeit von spezialisierten Kirchenrestauratoren sorgfältig instandgesetzt werden. Im noch unverkleideten Rohbau konnten die Schülerinnen und Schüler die feinen Proportionen und die konstruktive Klarheit des historischen Saales unmittelbar wahrnehmen. Trotz des Baustellenzustands war die hohe gestalterische Qualität des Raumes bereits deutlich spürbar.

Für die Schülerinnen und Schüler bilden solche außerschulischen Lernorte einen wertvollen Beitrag zur ästhetischen Bildung und fördern zugleich das Verständnis für Baukultur, Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer gebauten Umwelt.

(Usija Wallner)

Heimat im Waldmuseum

Heimat im Waldmuseum

P-Seminar des Gymnasiums gestaltet Ausstellungsvitrinen

Das P-Seminar Geschichte des Gymnasiums Zwiesel hat am Donnerstag drei selbst gestaltete Vitrinen zum Thema „Heimat“ im Waldmuseum vorgestellt. Diese werden die nächsten Wochen im ersten Stock des Museums zu sehen sein. Zusammen mit dem Leiter des P-Seminars, Herrn Gegenfurtner, und der Leiterin des Waldmuseums, Frau Falkenstein, haben sich die 12 Schüler und eine Schülerin in den vergangenen Monaten mit Museumspädagogik und Ausstellungskonzepten auseinandergesetzt.

Inspirationen gewinnen

Ein Besuch im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg brachte neue Ideen bei der Umsetzung der eigenen Vorstellungen in die Gruppe. Unter der fachkundigen Begleitung von Frau Falkenstein konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des P-Seminars im Depot des Waldmuseums auf eigene Faust erkunden, welche Themen sich für eine kleine Ausstellung eignen würden. Dabei kristallisierte sich der Wunsch heraus, das Thema „Heimat“ etwas näher zu beleuchten.

Heimat beleuchten

So sammelte man gemeinsam Objekte, teils auch aus dem privaten Umfeld, um diesen Themenkomplex mit passenden Exponaten darzustellen. Zur Freude des Seminars nahm sich auch Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger Zeit, die Ausstellung offiziell zu eröffnen, von Seiten des Gymnasiums war StDin Martina Kuchler als stellvertretende Schulleitung vor Ort. Beide verliehen ihrer Freude darüber Ausdruck, dass junge Menschen unserer Region sich mit dem Begriff „Heimat“ auseinandersetzen und eine fruchtbare Kooperation zwischen Schule und Museum Früchte trägt.

(Florian Gegenfurtner)

Richterin Tamara Ellmann zu Gast am GZ

Richterin Tamara Ellmann zu Gast am GZ

Präventionsarbeit und Einblicke in die Strafjustiz

In den vergangenen zwei Tagen durfte das Gymnasium Zwiesel eine besondere Expertin begrüßen: Richterin Ellmann vom Amtsgericht Viechtach besuchte mehrere Klassen und gewährte den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in ihre Arbeit als frühere Staatsanwältin in Regensburg und Richterin am Amtsgericht in Viechtach.

Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien

Im Mittelpunkt für die vier 7. Klassen stand das Präventionsprojekt „Mach dein Handy nicht zur Waffe“ des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz. Dabei wurde den Jugendlichen anschaulich vermittelt, welche rechtlichen und persönlichen Folgen etwa das Verbreiten von beleidigenden, verletzenden oder strafbaren Inhalten über Smartphones und soziale Netzwerke haben kann. Themen wie Cybermobbing, das Weiterleiten von Bildern sowie die Verantwortung im digitalen Raum wurden altersgerecht und praxisnah besprochen. Durch zahlreiche Beispiele aus dem Alltag gelang es Frau Ellmann, die Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren.

Authentische Einblicke in das Strafrecht

Die Klasse 10b profitierte besonders vom Besuch der Richterin. In einer Doppelstunde wurde intensiv erläutert wie die Strafzumessung in der Praxis erfolgt. Dabei wurde auch eine Verhandlung thematisiert, die einige Schülerinnen und Schüler in den Osterferien besucht hatten.

Richterin Tamara Ellmann erläuterte, welche Faktoren sie bei der Festlegung eines Strafmaßes berücksichtigt – etwa Tatmotiv, Vorstrafen, Alter, Reue oder die persönlichen Lebensumstände eines Angeklagten. Dabei griff sie auf ihren umfangreichen Erfahrungsschatz aus ihrer früheren Tätigkeit als Staatsanwältin sowie ihrer heutigen Arbeit als Richterin zurück und konnte den Schülerinnen und Schülern zahlreiche authentische Einblicke in reale Gerichtsverfahren geben. Die Klasse erlebte somit, wie die im Unterricht vermittelte Theorie in der Praxis Anwendung findet. Interessierten Schülern hat Frau Ellmann angeboten, dass sie in den Sommerferien gerne wieder eine Verhandlung besuchen können.

Prävention und Rechtsbildung

Der Besuch bot den Jugendlichen nicht nur interessante Informationen über das Projekt „Mach dein Handy nicht zur Waffe“ und das deutsche Rechtssystem, sondern auch die Gelegenheit, Fragen direkt an eine Expertin zu richten. Der Besuch stellte damit eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht dar und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Präventionsarbeit und Rechtsbildung an Schulen sind.

(Stefan Ziegler)

Neuauflage des Schafkopfturnieres am GZ

Neuauflage des Schafkopfturnieres am GZ

SMV setzt neue Tradition erfolgreich fort – 40 Teilnehmer kämpfen um den Turniersieg

 Solo, Wenz und Schneider: Bereits zum dritten Mal veranstaltete die SMV des Gymnasiums Zwiesel am 09.07. ein Schafkopfturnier in der Aula der Schule. Neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern nahmen auch viele ehemalige Schüler sowie weitere Schafkopfbegeisterte aus der Region teil. Insgesamt gingen 40 Kartler an den Start. Zudem verfolgten ein paar Zuschauer das Turniergeschehen.

Mit der Veranstaltung möchte die SMV nicht nur das bayerische Kulturgut Schafkopf pflegen, sondern auch die vor drei Jahren eingeführte Tradition am Gymnasium Zwiesel fortführen. Besonders erfreulich war dabei, dass sich Spieler aller Altersgruppen zusammenfanden – von Schülern der Unterstufe bis hin zu ehemaligen Absolventen. So bot das Turnier erneut die Gelegenheit, generationsübergreifend gemeinsam dem Schafkopfsport nachzugehen.

Spannendes Spiel über zwei Runden

Gespielt wurden zwei Spielrunden mit jeweils 32 Partien. Während die Teilnehmer an den Tischen um jeden Punkt kämpften, sorgte die Q12 für die Verpflegung mit Getränken sowie Leberkäse- und Wurstsemmeln. Organisiert wurde das Turnier von der dritten Schülersprecherin Eva Schleicher (Q12), die sich über die erneut große Teilnahme freute.

Sieger aus der Q 12

Nach der Auswertung aller Ergebnisse standen schließlich die Sieger fest. Den Turniersieg sicherte sich Korbinian König (Q12) mit starken 85 Punkten. Den zweiten Platz belegte Moritz Müller (Q12) mit 61 Punkten. Für ihn war das Ergebnis eine besondere Überraschung, nachdem er beim letztjährigen Turnier noch den letzten Platz belegt hatte. Rang drei ging an Dieter Herzog mit 59 Punkten.

Neben den Geldpreisen in Höhe von 125 Euro für den Sieger, 95 Euro für den Zweitplatzierten und 65 Euro für Platz drei wurde auch in diesem Jahr wieder der traditionelle Trostpreis vergeben: Der erste Schülersprecher Jonas Friedl (11c) erhielt als Letztplatzierter mit -14 Punkten eine Schwarzwurst.

Tradition und Brauchtumspflege

Die SMV war mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden. Die große Teilnehmerzahl und die positive Stimmung machten deutlich, dass sich das Schafkopfturnier inzwischen zu einer festen Tradition am Gymnasium Zwiesel entwickelt hat und auch über die Schulfamilie hinaus auf großes Interesse stößt.

(Eva Schleicher)

Bilder für den öffentlichen Raum

Bilder für den öffentlichen Raum

Gymnasiasten gestalten Graffiti im Stadtpark Zwiesel mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf

Trotz brütender Sommerhitze ließen sich fünf Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c des Gymnasiums Zwiesel ihre Kreativität nicht nehmen: Während an der Schule bereits hitzefrei galt, trafen sie sich am Nachmittag, um gemeinsam mit dem Graffitikünstler Michael Gustav ein besonderes Kunstprojekt zu verwirklichen.

Skizzen für Pegelhäuschen am Stadtpark

Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf war auf die Jugendlichen zugekommen und hatte sie gefragt, ob sie Interesse hätten, an der Gestaltung eines Pegelhäuschens im Stadtpark Zwiesel mitzuwirken. Die Resonanz war groß, und so machten sich die Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung an die Arbeit.

Bereits im Kunstunterricht hatten sie unter der Leitung ihrer Lehrerin OStRin Wallner eigene Skizzen entwickelt. Aus diesen Ideen erarbeitete der Künstler, der eigens für das Projekt angereist war, einen gemeinsamen Entwurf. Als künstlerische Inspiration diente die berühmte „Große Welle vor Kanagawa“ des japanischen Künstlers Hokusai, ein Farbholzschnitt aus dem 19. Jahrhundert.

Eindrucksvolle Wasserlandschaft

Gemeinsam setzten die Jugendlichen, unterstützt von dem Künstler und ihrer Kunstlehrerin, das Motiv auf dem Pegelhäuschen um. Anna Heller, Sebastian Silberbauer, Johannes Lauber, Valentin Lohmann und Magdalena Weiderer zeigten malerisches Können im Umgang mit Farbe. Das Wasserwirtschaftsamt sorgte dabei dankenswerterweise für die nötige Erfrischung und stellte kühle Getränke, Sonnencreme und Kopfbedeckungen bereit.

Mit zahlreichen unterschiedlichen Blautönen entstand eine eindrucksvolle Wasserlandschaft, die den Schülerinnen und Schülern einen besonders malerischen Zugang zur Graffitikunst eröffnete. Auch der benachbarte Fluss diente als Inspiration für die Gestaltung der Wasseroberfläche und verlieh dem Kunstwerk einen regionalen Bezug.

Schmuckes Kunstwerk für den öffentlichen Raum

Trotz der hohen Temperaturen arbeiteten die Jugendlichen mit großem Engagement und Ausdauer. Ihr Einsatz wurde schließlich mit einem sichtbaren Ergebnis belohnt, das den öffentlichen Raum bereichert und zeigt, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Schule, Künstlern und regionalen Institutionen sein kann.

(Usija Wallner)

Großer Erfolg für das Gymnasium Zwiesel

Großer Erfolg für das Gymnasium Zwiesel

„Sitcare“ gewinnt das Finale bei „Ideen machen Schule“

Gesamtsieg in der Seniorstaffel von „Ideen machen Schule“ für das Gymnasium Zwiesel: Das Team Sitcare hat nach dem Sieg im Regionalentscheid der Spielregion Deggendorf/Regen nun auch das große, bayernweite Finale im Schloss Mariakirchen für sich entschieden und darf sich über einen herausragenden Gesamterfolg freuen.

Von der Schulbank in den Chefsessel

Der Wettbewerb „Ideen machen Schule“, organisiert von der Hans Lindner Stiftung, fördert unternehmerisches Denken, Kreativität und Teamarbeit. Über 18 Wochen hinweg entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Geschäftsideen und erarbeiten realistische Unternehmenskonzepte. In diesem Jahr war der Wettbewerb so stark besetzt wie nie: Insgesamt beteiligten sich 1.278 Schülerinnen und Schüler in 321 Teams mit innovativen Start-up-Konzepten. Das Team Sitcare vertrat in diesem Jahr als einziges Team unser Gymnasium.

Der Weg zum Sieg: Leidenschaft und Präzision

Dass der Weg zum Erfolg kein Zufall war, zeigt das enorme Engagement von Michael Michovsky, Caitlin Lehmann und Elisa Richters. Nachdem sie sich am 08.06.2026 in Deggendorf als Sieger der Seniorenstaffel der Region Deggendorf/Regen durchgesetzt hatten, hieß es: Weiterarbeiten!

Um für das große Finale am Mittwoch, den 1. Juli 2026, auf Schloss Mariakirchen bestens gewappnet zu sein, feilte das Team intensiv an ihrer Performance.

Sie präsentierten ihr Konzept mehrfach vor verschiedenen Klassen und Lehrkräften – sogar unser Schulleiter Herr OStD Huber nahm sich Zeit für eine Generalprobe. Die erhaltenen Rückmeldungen flossen direkt in die weitere Optimierung der Präsentation ein. Das Ergebnis auf Schloss Mariakirchen sprach für sich: Das Team präsentierte äußerst souverän, überzeugte die 25 Jurymitglieder restlos und sicherte sich den verdienten Finalsieg. 

„Sitcare“: Die Problemlöser für den digitalen Alltag

Im Mittelpunkt der Idee stehen höhenverstellbare, ergonomische und zusammenklappbare Stühle sowie Schreibtische mit integriertem Fach für eine Powerbank zum Laden von digitalen Geräten. Die Ausgangslage des Teams war ein Problem, das viele kennen: Die zunehmende Digitalisierung erfordert mobile Endgeräte, doch oft fehlen Steckdosen. Zudem führen lange Sitzzeiten im Schul- und Berufsalltag häufig zu Konzentrationsproblemen und Haltungsschäden. Mit „Sitcare“ lieferte das Team nicht nur eine Antwort auf diese Herausforderungen, sondern auch ein unternehmerisch fundiertes Konzept.

Ein stolzer Rückblick

Schon seit Oktober 2025 arbeiteten die drei fast ausschließlich in ihrer Freizeit an ihrem Konzept, führten Expertengespräche mit Banken und Steuerberatern und holten sich Feedback bei potenziellen Kunden wie Landratsämtern und Kultusministerien. Die Detailverliebtheit, der Glaube an ihr Unternehmen und die harte Vorbereitung haben sich am Ende ausgezahlt. Neben dem Preisgeld dürfen die drei auch noch über ein Wochenende in Sudelfeld freuen.

Die gesamte Schulgemeinschaft gratuliert Michael, Caitlin und Elisa ganz herzlich zu diesem fantastischen Erfolg!

(Stefan Ziegler)

Schüler übernehmen Verantwortung

Schüler übernehmen Verantwortung

Ausbildung zu Schulwegbegleitern am Gymnasium Zwiesel

Ein besonderes Projekt stand am 19. Juni 2026 für 17 Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe des Gymnasiums Zwiesel auf dem Programm: Unter der Leitung von Polizeikommissarin Nadine Lemberger und Polizeioberkommissarin Annette Pingel von der Bundespolizei wurden die Jugendlichen zu sogenannten Schulwegbegleitern ausgebildet.

Wahrnehmungsübungen und Strategien

Im Mittelpunkt der Ausbildung standen wichtige soziale und kommunikative Kompetenzen, die im schulischen Alltag und darüber hinaus von großer Bedeutung sind. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der aktiven Wahrnehmung und Beurteilung von Gefahrensituationen auf dem Schulweg, lernten die Bedeutung einer positiven sprachlichen und körpersprachlichen Kommunikation kennen und trainierten ein freundliches, höfliches und zugleich sicheres Auftreten. Darüber hinaus wurden Strategien für deeskalierendes Verhalten in Konfliktsituationen vermittelt sowie die Themen Zivilcourage und Selbstschutz behandelt.

Einblicke in berufliche Perspektiven

Die praxisnahe Schulung bot den Jugendlichen nicht nur wertvolle Fähigkeiten für ihren Einsatz als Schulwegbegleiter, sondern auch spannende Einblicke in die vielfältigen Aufgabenbereiche der Bundespolizei. So konnten die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten einen möglichen zukünftigen Arbeitgeber kennenlernen und sich über berufliche Perspektiven bei der Bundespolizei informieren.

Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat, das ihr Engagement und die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung bescheinigt. Mit großem Applaus bedankten sich die Jugendlichen bei den beiden engagierten Bundespolizistinnen für einen informativen, abwechslungsreichen und gewinnbringenden Projekttag.

Verantwortung übernehmen

Das Gymnasium Zwiesel freut sich über das Interesse und die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu übernehmen und damit einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren und respektvollen Miteinander auf dem Schulweg zu leisten.

(Markus Draxler)

Fahrt zur Kinderuni Deggendorf

Fahrt zur Kinderuni Deggendorf

Mentorenprogramm – Fahrt zur Kinderuni Deggendorf

Spannende Einblicke in die Medizin der Zukunft an der TH Deggendorf

Im Mai öffnete die Kinder-Uni der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) erneut ihre Türen für neugierige junge Forscherinnen und Forscher. Frau Vacek und Frau Jakob organisierten im Rahmen des Mentorenprogramms für Begabte einen Ausflug für interessierte Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Jahrgangsstufe.

Wenn Gene Fehler machen

Bereits am frühen Nachmittag trafen sich die Teilnehmenden am Haupteingang des Gymnasiums, um gemeinsam mit dem Bus nach Deggendorf zu fahren. Dort erwartete sie am Campus der THD eine spannende Vorlesung mit dem Titel „Wenn Gene Fehler machen – Vom Aufspüren genetischer Krankheiten und der Medizin der Zukunft“. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl aus der Arbeitsgruppe Bioinformatik der THD gestaltet.

Kindgerechter Einblick in Geheimnisse des Körpers

Kindgerecht und anschaulich erklärten die Referenten, welche wichtige Rolle Gene als „Baupläne des Lebens“ für unseren Körper spielen und wie kleine Veränderungen im Erbgut zu Krankheiten führen können. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie Forschende genetische Fehler aufspüren, welche modernen Untersuchungsmethoden dabei zum Einsatz kommen und welche Möglichkeiten die Medizin heute und in Zukunft bietet, um Betroffenen zu helfen. Besonders beeindruckend war für viele die Vorstellung, dass Krankheiten durch moderne genetische Analysen immer früher erkannt und teilweise sogar gezielt behandelt werden können.

Spannende Wissenschaft

Mit großem Interesse verfolgten die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer die Vorlesung und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie spannend Wissenschaft sein kann, wenn komplexe Themen verständlich und lebensnah vermittelt werden.

Der Besuch der Kinder-Uni war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Die Veranstaltung bot nicht nur faszinierende Einblicke in die Welt der Genetik und Bioinformatik, sondern weckte bei vielen auch die Begeisterung für Naturwissenschaften und Forschung. So traten die Schülerinnen und Schüler am frühen Abend mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen die Heimreise an.

(Angela Jakob)

Mit Ergonomie und Power in den Unterricht

Mit Ergonomie und Power in den Unterricht

Gymnasiasten siegen beim Wettbewerb „Ideen machen Schule“

Das Team Sitcare um Michael Michovsky, Caitlin Lehmann und Elisa Richters hat den Regionalentscheid von Ideen machen Schule der Spielregion Deggendorf/Regen in der Seniorenstaffel gewonnen. Mit einer innovativen Geschäftsidee, einem überzeugenden Unternehmenskonzept und einer professionellen Präsentation setzte sich das Team am 08.06.2026 in Deggendorf durch.

Ideen machen Schule – von der Schulbank in den Chefsessel

Der Wettbewerb „Ideen machen Schule“, der von der Hans Lindner Stiftung organisiert wird, fördert unternehmerisches Denken, Kreativität und Teamarbeit bei Schülerinnen und Schülern. Ziel ist es, über einen Zeitraum von 18 Wochen, eigene Geschäftsideen zu entwickeln und daraus ein realistisches Unternehmenskonzept zu erarbeiten. Die besten drei Geschäftskonzepte qualifizieren sich nach einer Bewertung durch eine Fachjury für die jeweiligen Regionalentscheide.

Langes unbequemes Sitzen und leere Akkus im Unterricht – nicht mit Sitcare

Im Mittelpunkt der Idee stehen höhenverstellbare, ergonomische, zusammenklappbare und langlebige Stühle sowie höhenverstellbare Schreibtische mit integriertem Fach für eine Powerbank zum Laden von iPads und anderen digitalen Geräten. Ausgangspunkt war ein Problem, das viele Menschen aus Schule, Studium und Berufsleben kennen: Durch die zunehmende Digitalisierung werden mobile Endgeräte immer wichtiger, gleichzeitig fehlen häufig ausreichend Steckdosen. Zudem verbringen viele Menschen heute bis zu zehn Stunden täglich im Sitzen. Die Folgen sind oft Konzentrationsprobleme, Rückenschmerzen und Haltungsschäden.

Der Weg nach Deggendorf

Seit Oktober 2025 hat die Gruppe über 18 Wochen hinweg an ihrer Geschäftsidee und dem darauf basierenden Konzept gearbeitet. Hierbei standen Expertengespräche (Banken, Steuerberater, etc.) wie auch Gespräche mit potentiellen Kunden (Landratsämter in Bayern, Sachsen und dem Saarland sowie Kultusministerien) an. Um diese wie auch die Fachjury von ihrem Konzept zu überzeugen, wurde zunächst über Recherchearbeit und eine eigene Umfrage der Bedarf an höhenverstellbaren Tischen wie auch Stühlen im schulischen wie auch privaten Umfeld eruiert. Das Konzept, das Produktdesign wie auch der Finanzplan wurden bis zum Abgabetermin immer wieder überarbeitet, damit das kleinste Detail perfekt ist. So wurde auch die Fachjury überzeugt und Sitcare hat sich für den Regionalentscheid in Deggendorf qualifiziert.

Acht Minuten Präsentation können so lange sein – der Regionalentscheid in Deggendorf

Mit viel Eigeninitiative, Engagement und Teamarbeit entwickelten Michael Michovsky, Caitlin Lehmann und Elisa Richters ihre Geschäftsidee weiter und bereiteten eine überzeugende Präsentation vor. In mehreren Klassen wurde Sitcare präsentiert und an jedem Detail der Präsentation gefeilt: Wie müssen wir stehen, wann sollen wir sitzen, muss noch ein Detail mehr in die Präsentation, sprechen wir zu langsam oder doch zu schnell und haben wir wirklich nur 8 Minuten benötigt?

Neben den Übungen bei uns am Gymnasium ging es auch noch nach Deggendorf zu einem von der Hans Lindner Stiftung organisierten Präsentationscoaching. Die anschließenden Pfingstferien waren nicht zum Entspannen, sondern zum Vorbereiten da. Am letzten Samstag in den Ferien erreichte die Lehrkraft folgende Nachricht: Herr Ziegler können wir am Montag, bevor wir nach Deggendorf fahren in einer der ersten vier Stunden nochmals präsentieren?

Das Engagement, die Detailverliebtheit und der Glaube an ihr Unternehmen von Michael, Caitlin und Elisa hat sich nicht nur in der 4. Stunde beim letzten Probegalopp, sondern auch in Deggendorf gezeigt. Nach sehr langem Warten – Sitcare durfte erst als letztes Team präsentieren – überzeugten sie mit einer perfekten Performance und sicherten sich den Sieg.

Herzliche Gratulation von der gesamten Schulfamilie.

(Stefan Ziegler)

Toller Ferienstart

Toller Ferienstart

Mit Musik, Kreativität und Kultur in die Pfingstpause

Ein ganz besonderer Schulausklang vor den Pfingstferien wartete auf die Unterstufe des Gymnasiums. Für die 5. bis 7. Klassen gab es nicht Unterricht nach Plan, sondern ganz spezifische musikalische, kreative und kulturelle Events, die die letzten Schulstunden wie im Fluge vergehen ließen.

Volksmusikspektakel live

So konnten die 5. Klässler mit der BR-Moderatorin und Volksmusikerin Birgit Tomys sowie ihrem kongenialen Musikpartner Matthias Pürner – beide auch am Wochenende zu hören beim „Drumherum-Volksmusikspektakel“ in Regen – singen, tanzen und Spaß haben. Sie reisten zum Bauern Hans, der eine Vielzahl an Tieren auf seinem Bauernhof versammelt, die es musikalisch nachzuahmen galt: ein Riesenspaß für die Jüngsten an der Schule, der durch die Freude am Musizieren und an der Bewegung die Kinder zum Strahlen brachte.

Längste Kettenreaktion „der Welt“

Die 6. Klassen dagegen wurden auf ganz andere Weise kreativ: Sie bauten in der Turnhalle des Gymnasiums die „längste Kugelbahn“ der Welt und lernten dabei spielerisch viel über Physik, das Wirken von Kräften und Gesetze der Kettenreaktion. Voller Eifer und mit unglaublich phantasievollen Materialien, vom Teppichrohr bis zum Katzenfutterbeutel, wurde mühevoll eine gut 50 Meter lange Kugelbahn aufgebaut und unter großem Applaus schließlich die Reaktion gestartet.

Weltreligionen entdecken

Die Siebtklässler schließlich reisten, nachdem sie im Unterricht so manches über die Religion des Islam gelernt hatten, zur Moschee nach Deggendorf, um konkrete Einblicke ins Gotteshaus und das Glaubensleben der Muslime zu erhalten.

Nunmehr warten zwei verdiente Wochen Ferien auf Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrkräfte, bevor es in den Endspurt des Schuljahres geht.

(Martina Kuchler)

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