Austauschprogramme
Weit mehr als nur Schule
Austausch mit Frankreich
Zwiesel und Beauvais – un couple parfait
Gelungener Schüleraustausch des Gymnasiums mit Frankreich
Zwölf Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Zwiesel durften mit ihren begleitenden Lehrkräften Birke Mohwinckel und Daniel Lauber genau diese Erfahrung machen: Zwiesel und Beauvais sind ein perfektes Paar für einen Schüleraustausch.
Gemeinsames Kennenlernen
Eine Woche verbrachten die französischen Freunde aus der nordfranzösischen Stadt Beauvais, ungefähr eineinhalb Stunden nördlich von Paris, bei ihren deutschen Austauschschülern im Bayerischen Wald. Besuche im Haus zur Wildnis, im Glasmuseum und ein Tag in München mit Allianzarena waren die Höhepunkte. Einblicke in das deutsche Schulsystem und das Leben in den Familien gingen damit einher. Um sich gegenseitig noch näher kennenzulernen, organisierte man einen gemeinsamen Abend mit selbst gemachten bayerischen Schmankerln, der allen viel Spaß machte.
Von Beauvais nach Paris
Nach einer gemeinsamen Zugfahrt nach Frankreich erwartete die deutschen Schülerinnen und Schüler ein ähnlicher Einblick in unser Nachbarland, sowohl in den Schul- als auch den Familienalltag. Neben einer Stadtbesichtigung in Beauvais mit der höchsten, allerdings unvollendet gebliebenen Kathedrale Europas und dem Museum MUDO war ein Tagesausflug nach Paris sicher der Höhepunkt. Eine Schiffstour auf der Seine zeigte die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von der Flussseite aus.
Sehr freundlich empfangen wurden die Gäste sowohl von den Bürgermeistern in Langdorf als auch in St. Crépin. Aus dieser Partnerschaft entstand schließlich einmal bei den französischen Kolleginnen Sophie Brelet und Marie-Cécile Bertaux die Idee eines Schulaustausches. Alle waren sich für das nächste Jahr einig: c´est à refaire! – wir müssen es unbedingt wiederholen!
(Daniel Lauber)
Austausch mit Spanien
Deutsch-spanischer Schüleraustausch am Gymnasium Zwiesel
Begegnungen, die verbinden
Spanische Gäste beeindruckt von Glas und Schnee
Den Auftakt bildete im Februar der Besuch der spanischen Gruppe im Bayerischen Wald. Für die Gäste stand ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan, das ihnen die Region und ihre Besonderheiten näherbrachte. Besonders beeindruckend war für viele der Glasworkshop im Glasmuseum Frauenau, bei dem die Jugendlichen selbst kreativ werden konnten. Auch die winterliche Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite: Bei einer Exkursion in den Nationalpark Bayerischer Wald erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in Flora und Fauna der Region.
Ausflug nach Tschechien
Ein weiteres Highlight war der gemeinsame Ausflug nach Pilsen in Tschechien. Dort erkundeten die Jugendlichen im Rahmen einer Stadtrallye zusammen mit einer tschechischen Partnerschule die historische Altstadt. Für viel Spaß und Teamgeist sorgte zudem ein Rodelrennen am Großen Arber, das bei allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben dürfte.
Reise nach Vera
In der Woche vor den Osterferien fand schließlich der Gegenbesuch in Spanien statt. Nach der Ankunft am 20. März wurden die deutschen Schülerinnen und Schüler herzlich in ihren Gastfamilien aufgenommen. Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und gemeinsamer Ausflüge, unter anderem in das malerische Küstendorf Mojácar.
Das offizielle Programm begann am Montag mit einem Empfang im Rathaus von Vera. Neben schulischen Aktivitäten erwartete die Gruppe ein vielfältiges kulturelles Angebot: Eine Stadterkundung, eine Wanderung durch die beeindruckende Wüstenlandschaft von Tabernas sowie der Besuch des archäologischen Hügels „Espíritu Santo“ vermittelten Einblicke in Geschichte und Natur der Region.
Von Stieren, Küstenlandschaften und ökologischen Reservaten
Auch traditionelle Aspekte kamen nicht zu kurz: Die Besichtigung einer Stierkampfarena sowie ein Töpferworkshop ermöglichten den Schülerinnen und Schülern, spanische Kultur hautnah zu erleben. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug in den Naturpark Cabo de Gata mit seinen einzigartigen Küstenlandschaften. Ebenso beeindruckend zeigte sich das ökologische Reservat „Salar de los Canos“, das die Gruppe gemeinsam erkundete.
Sprachkenntnisse vertiefen und Freundschaften knüpfen
Neben dem offiziellen Programm spielte vor allem das Leben in den Gastfamilien eine zentrale Rolle. Hier konnten die Jugendlichen ihre Sprachkenntnisse vertiefen, interkulturelle Erfahrungen sammeln und neue Freundschaften knüpfen.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Der Austausch war ein voller Erfolg. Er bot nicht nur spannende Einblicke in zwei unterschiedliche Lebenswelten, sondern stärkte auch das gegenseitige Verständnis und die europäische Gemeinschaft.
(Magdalena Loibl)