Neue Fünftklässler entdecken das Gymnasium

„Verstecken spielen im Schulhaus“, „Schwammerl suchen“, „die Spiele mit den Tutoren“, „die Zeit in der Turnhalle“! Ganz unterschiedlich waren die Antworten der Fünftklässler am Gymnasium Zwiesel auf die Frage, was ihnen bei den Kennenlerntagen an ihrer neuen Schule am besten gefallen habe. Gleich in der ersten vollen Schulwoche  stand für die 97 Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen ein buntes Programm aus Ausflügen, Gemeinschaftsaktivitäten und Spielen auf dem Stundenplan. Dabei hatten sie bereits gleich zu Anfang ihrer Gymnasiumszeit Gelegenheit, ihre neuen Klassenkameraden, Klassenleiter sowie die Tutorinnen und Tutoren der 10. Klassen abseits des regulären Unterrichts kennenzulernen.

Natur, Kultur und eine besondere Nacht

Für die Klassen 5a und 5b war schon beim gemeinsamen Wandern am Vormittag genug Zeit zum Ratschen, zum Schwammerlsuchen und Brotzeitmachen, bevor es nachmittags mit dem Bus nach Freyung ging, um dort die Bayerische Landesausstellung „Musik in Bayern“ zu erkunden. Die von den Musiklehrern extra organisierte Kinderführung ermöglichte eine spannende Reise von Mozarts Zauberflöte über die Entstehung der Domgeige aus dem Holz der Münchner Frauenkirche bis hin zu den Beatles oder Haindling. Spannend war es, den Klangteppich eines Sommertages im Nationalpark Bayerischer Wald mit den Geräuschen der Großstadt München zu vergleichen. Die Klassen 5c und 5d hingegen besuchten bereits vormittags die Landesausstellung in Freyung und erfuhren am Nachmittag unter dem Motto „Schule von außen“, dass rund um ihre neue Schule auch einiges geboten ist.

Nach so vielen Eindrücken war der Hunger abends natürlich groß, sodass in der Schulküche gemeinsam gekocht wurde oder man sich eine Pizza vom Italiener schmecken ließ. Wieder gestärkt hatten nun alle Lust auf das Abendprogramm, für das sich die Tutoren lustige Spiele und Aktionen ausgedacht hatten. So erwachten die „Werwölfe vom Düsterwald“ zum Leben, gordische Knoten wurden gelöst und man konnte sich im gespenstisch leeren Schulhaus in den entlegensten Winkeln verstecken. Obwohl alle müde von dem ereignisreichen Tag waren, hatten sich manche der Fünftklässler bis weit nach Mitternacht noch allerhand zu erzählen, bevor im zum Schlafsaal umfunktionierten Klassenzimmer endlich Ruhe herrschte.

Schulhausbingo und viel Zeit zum Spielen

Am nächsten Morgen konnten die gut aufgelegten Fünftklässler und auch die noch recht verschlafen wirkenden Tutoren und Klassenleiter beim gemeinsamen Frühstück wieder Energie für den letzten Teil der Kennenlerntage tanken. Ein von den Zehntklässlern entwickeltes Schulhausbingo machte nicht nur sehr viel Spaß, sondern trug dazu bei, dass das große Gebäude nun nicht mehr fremd wirkt und selbst die anfangs noch komisch klingenden Raumabkürzungen auf dem Vertretungsplan kein Problem mehr darstellen. Gemeinschafts- und Vertrauensspiele in der Turnhalle oder am neu gestalteten Pausenhof rundeten das Programm ab und sorgten dafür, dass sich die Kinder an ihrer neuen Schule nicht nur zurechtfinden, sondern sich wohl- und aufgenommen fühlen. Und so lautete die häufigste Antwort auf die Frage, was denn bei den Kennenlerntagen am schönsten gewesen sei, schlichtweg: „Mir hod einfach ois gfoin!“  

Elisabeth Raith)